KAI FALKE

( Éric Castel ) ( F / B, 1974 - 1992 )


Erschienene Bände / Meine Anzahl an Bänden: 16 / 16


Worum geht es?

Kai Falke (im Original: Éric Castel) ist ein deutscher (im Original: belgischer) Profi-Fußballer, der seine Karriere in seiner Heimatstadt Düsseldorf begonnen, danach zu Inter Mailand nach Italien wechselte, wo ihn eine schwere Knieverletzung später und dann beim FC Barcelona in Spanien eine neue Chance bekam, macn auf seine Qualitäten beim Training aufmerksam wurde. schnell avanchierte Falke zum neuen Publikums-Liebling. Dennoch plagt ihn schlimmer Heimweh und ist oft alleine. Bei einer Autofahrt lernte er durch Zufall sechs Teenager kennen, denen er aus Versehen ihren Fußball kaputt fuhr und freundete sich mit ihnen an, ohne dass sie ahnten, wen sie da vor sich hatten. Kai nannte die Jungs die "Pablitos". Schnell freundete man sich an und Falke von Pablo Varelas Eltern in die Familie aufgenommen. Anfängliche Kompetenz-Schwierigkeiten gabs mit dem jugoslawischen Starspieler und Mannschaftskollegen Stefan Stanovic. In seiner Freizeit kümmert Kai sich um den Spielernachwuchs seiner "Pablitos" undf erlöebt auch sonst so manches spannende Abenteuer.. Im Laufe verschiedener Zeiten und Abenteuer spielte Falke (Castel) für Barça (Band 1 bis 7) und erlangte verschiedene Titel und die Leidenschaft eines Culé-Liebhabers, bis er sich entschied, für Paris Saint-Germain zu spielen (Band 8 und 9). Die Zeiten waren alle da und eine gute Freundschaft mit einem professionellen Tennisspieler reichte Falke (Castel) aus, um sich zu entscheiden, doch wieder bei Barça zu spielen (Band 10 bis 15). Im letzten Band wechselte Kai dann zu Olympique Lille.

 

Seine Eltern Patrick und Francoise Falke (Castel) hatte Kai wegen eines Streits 4 Jahre lang nicht gesehen, nachdem besonders sein Vater dagegen war, das Kai Profi-Fußballer werden will. In Band 5 "Der Mann von Tribüne F." tauchen seine Eltern erstmals auf. Von Beruf sind sie Ethnologen und reisen deswegen viel um die Welt. Nebenbei schreibt Kai ein Buch über die Geschichte des Fußballs, zuerst mit einer Autorin zusammen, dann, nachdem man wegen kreativer Differenzen sich trennte, schrieb er das Buch selbst weiter und wird in Band 11 veröffentlicht. Unterstützung dabei bekam Kai von der hübschen Tennisspielerin Diane Chapuis, die als Lektorin und inoffzielle feste Freundin von Kai ab Band 7 dabei war.


Die Hauptcharaktere:

Kai Falke (im Original: Éric Castel)

Paquita Diaz [Band 2-6]

Diane Chapuis [Band 7-15]

Stefan Stanovic [Band 1-6]

Enrico Nervi [Band 9-13]

Herr Varela (Pablitos Vater)

Carmencita 'Carmen' Varela (Pablitos Mutter)

Tio Naranja

Carlos Mans [ab Band 5]

C.B. 'Chief'' Kerr [Band 4-6 ; 9-15]

Patrick Falke (Castel) [wiederkehrend]

Francoise Falke (Castel) [wiederkehrend]

 

Die 6 Pablitos

Pablo 'Pablito' Varela

Turo

Josè

Miguel

Rafael

Enrique 'Rique'


Die Zeichner und Texter:

Zeichnungen: Raymond Reding 

Texte: Francoise Hugues und hier


Interessantes:

Die Serie wurde 1974 für das deutsche Magazin Zack anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland entwickelt. Das erste Album trug bei der deutschen Erst VÖ den Titel "Kai bleibt am Ball" der später bei Salleck den neuen (und passenderen) Titel "Kai und die Pabliitos" trug. Eine niederländische Ausgabe der ersten Geschichte erschien als Album unter dem Titel Max Falk. In den Jahren 1980 und 1981 erschienen die ersten vier Alben beim Koralle-Verlag. 1979 wurde die Serie mit etwas überarbeitetem Konzept wieder aufgenommen. Die holländische Ausgabe erschien nun unter dem Titel Ronnie Hansen. In Frankreich erschien die Serie als Eric Castel (der Protagonist war hier Franzose) in dem kurzlebigen Magazin Super As, als Alben-Serie zunächst beim Verlag Fleurus, Band 4 und 5 bei Hachette, danach bei Novedi, der abschließende Band 16 bei Dupuis.

Ab 2008 erschien eine komplette Edition in 16 Bänden auf Deutsch bei Salleck Publications, neu übersetzt von Eckart Schott, wobei die Bände o und 5-15 deutsche Erstveröffentlungen waren.  Band 0 "Das große Talent" wurde erst sehr viel später, nachdem die Reihe beendet war, veröffentlicht.

 

Die Comic-Reihe dreht sich viel um Fußball, aber der Autor arbeitet an allen emotionalen und affektiven Seiten seiner Figur. Dabei trifft er auf eine Vielzahl sympathischer Charaktere, die vorbildliche Werte und vor allem Freundschaft vertreten. So trauchen in der deutschen Erst VÖ aus ZACK zahlreiche bdamalige proiminenten Persönlichkeiten wie Johan Cruyff oder Kevin Keegan auf, letzterer wirkte auch aktiv als wiederkehrender Charakter mit.. Die lange Zeit von Novedi herausgegebene Serie wurde 1992 in Belgien anlässlich der Veröffentlichung des letzten Albums von Dupuis veröffentlicht. Der neue belgische Verlag legte die Serie aus diesem Anlass neu auf, allerdings ohne Erfolg: Die Neuauflage wurde eingestellt.

 

Am 13. Februar 1979 präsentiert die neue Wochenzeitung Super As (28 x 21 Zentimeter, 52 Seiten. das erste Abenteuer von Éric und den Pablitos, das neun Wochen lang verfolgt werden kann. Auf dem grünen Cover der Ausgabe 32 vom 18. September 1979 erscheint die Figur im Vordergrund, begleitet in einer Vignette von Julie Wood von Jean Graton und The Gentlemen von Ferdinando Tacconi und Alfredo Castelli. Diese Ausgabe enthält das zweite Match-Retour-Abenteuer! Fortsetzung folgt bis Nr. 39, Harter Schlag! ist die letzte Veröffentlichung in dieser Wochenzeitung, beginnend mit Nr. 68 vom 27. Mai 1980 und für acht Ausgaben.

 

Ausgangspunkt der Serie war ein 44-seitiges Abenteuer, das Raymond Reding 1974 zum Thema der deutschen Fußballmeisterschaft für das deutsche Magazin Zack erstellte. Die Geschichte mit dem Titel „Ein Fußballheld“ erschien in der Ausgabe 24 des Magazins am 6. Juni 1974, pünktlich zum Beginn der Weltmeisterschaft. Der Protagonist spielte in der Mannschaft der Firma, bei der er in Düsseldorf arbeitete. Aus dieser Geschichte entstand die Eric-Castel-Reihe. Der Agent eines Spielers wird vom Barcelona Amateur als erste Mannschaft aufgeführt, in der Johann Cruyff spielte. Dies ist das erste Album der Sammlung, das nicht in der ersten Mannschaft enthalten ist und an Inter Mailand geht. Als Freund gegen Barça und den katalanischen Klub unterschrieb er einen neuen Vertrag, um Cruyff in der ersten Mannschaft zu ersetzen. Diese Geschichte wurde in Spanien von Bruguera im Mortadelo Gigante Vacaciones del Verano von 1974 mit dem Titel A las puertas de Múnich veröffentlicht; In ihrer Protagonistenrolle erhielt sie die Nummer Walter Müller. Die niederländische Version wurde 1975 als Album von Helmand unter dem Titel De Helden van Grasmat veröffentlicht..

 

Quelle: jungleworld

Reding war prädestiniert für das Projekt Fußballcomic, da er vorher bereits Sportgeschichten gezeichnet hatte: ab 1957 die Tennisserie »Jari«, ab 1963 »Vincent Larcher« (mit einem Titelhelden, der Mittelstürmer beim AC Milan war). Populär wurde »Kai Falke« ab Ende der siebziger Jahre im Magazin Zack, nachdem der Titelheld in Frankreich und den Niederlanden unter den Namen Eric Castel respektive Ronnie Hansen an die Kioske gekommen war; Anfang der achtziger Jahre folgten dann die Albenveröffentlichungen.
Nachdem Falke einige Jahre nur unter Nerds ein Gesprächsthema gewesen war, hat der pfälzische Verlag Salleck Publications im vergangenen Herbst mit einer Kai-Falke-Edition begonnen: Vier Geschichten werden wiederveröffentlicht, hinzu kommen elf Alben, die im deutschen Sprachraum bisher nicht erschienen sind.
Den Machern von »Kai Falke« – Reding arbeitete mit der Texterin Francoise Hugues zusammen – sagt man nach, dass sie sich bei der Schöpfung ihrer Figur von der Karriere der niederländischen Legende Johan Cruyff inspirieren ließen, und das klingt in einer Hinsicht plausibel: Cruyff war im Sommer 1973 von Ajax Amsterdam nach Barcelona gewechselt – also kurz bevor der Comic-Held geboren wurde. Die Spielweise Falkes erinnert indes nicht an ­Cruyff, und es ist auch nicht vorstellbar, dass sich das Genie aus Amsterdam aufgrund eines mangelnden Geborgenheitsgefühls in der für ihn neuen Großstadt eine Art Ersatzfamilie auf dem Land gesucht hat. So geschieht es indes im Comic, wobei sich Falke, der Star aus Deutschland, besonders mit einem jungen Straßenfußballer anfreundet, den er für talentiert genug hält, um in Barcas Nachwuchsabteilung unterzukommen.
In vielerlei Hinsicht setzen Reding/Hugues auf realitätsnahe Darstellungen. Den dynamischen Spielszenen merkt man an, dass Reding ein Fußballkenner war. Seine Liebe zum Detail kommt auch darin zum Ausdruck, dass er bei einem Spiel des Hamburger SV einmal zwölf Filme verschoss. Bei dieser Recherchearbeit ging es vor allem um den damals für Hamburg spielenden Ex-Liverpooler Kevin Keegan, der in den späten siebziger und frühen achtziger Jahren einer der großen Stars in Deutschland und England war und 1978 und 1979 zu Europas Fußballer des Jahres gekürt wurde. Im dritten Album (»Ein harter Schlag«) spielt Keegan eine zentrale Rolle, Falke und er treffen aufeinander.
Den besonderen Reiz machen aber Passagen aus, in denen die Künstler ihrer Phantasie freien Lauf lassen. So gibt es einige Tore zu sehen, die auf wenig wahrscheinliche Weise zustande kommen: Einmal wehrt der gegnerische Torwart einen um die Mauer gezirkelten Freistoß Falkes ab, woraufhin der Ball in hohem Bogen zurück zu Falke fliegt, der dann per Seitfallzieher aus 16 Metern trifft. In einer anderen Szene schießt Falke aus 25 Metern an den Pfosten, von dort prallt der Ball gegen einen daneben stehenden Verteidiger, dann gegen den Torwart und schließ­lich ins Netz. Solche spektakulären Szenen sind aber gang und gäbe, wenn Fußball und Fiktion aufeinandertreffen, auch in Fußballfilmen fallen manchmal Tore, wie man sie in der Wirklichkeit selten sieht.
Ein bisschen märchenhaft muten auch andere Einfälle an. So lebt Kai Falke in Barcelona in einer kleinen Wohnung, deren Badezimmer – elf Freunde müsst ihr sein! – ein Mitspieler gestrichen hat, direkt neben dem Stadion Nou Camp. Und zu einem Europacup-Spiel in Köln reist Barca mit »einer von der deutschen Bundesliga freundlicherweise zur Verfügung gestellten B-727«. Im ersten Fall haben Reding/Hugues die Fußballwelt kleiner und familiärer gemacht, denn dass Fußballstars in der Wohnung von Mannschaftskameraden zum Pinsel gegriffen haben, dürfte mindestens ein halbes Jahrhundert her sein. Im zweiten Fall haben sie den Fußball überhöht, denn die deutsche Bundesliga besaß und besitzt keine Flugzeuge.
Zu den kühnsten Ideen der Macher gehört aus heutiger Sicht, dass sie den in letzter Zeit nur zwischen 1. und 2. Liga pendelnden 1. FC Köln gegen Barcelona antreten lassen. Aber in den siebziger Jahren war das realistisch, denn in jener Phase stand der Verein regelmäßig in einem internationalen Wettbewerb, und sein Müngersdorfer Stadion, einer der Schauplätze des zweiten Albums »Das Rückspiel«, galt als fortschrittlich, weil es komplett überdacht war. Die Entscheidung für Köln könnte auch der Ambition der Autoren geschuldet sein, dem Ganzen einen subtilen hochkulturellen Touch zu verleihen. Der Wettbewerb, den sie sich ausgedacht haben für das Aufeinandertreffen zwischen Barcelona und Köln (und später anderen Gegnern, Falkes Team kommt natürlich weiter), heißt »Europacup der Kunststädte« (ECKU). Und eine Kunststadt ist Köln allemal.


Die deutschen Comic-Cover:

Die deutschen Alben aus dem Koralle - Verlag:

Der Salleck Verlag hatte diese ersten 4 Alben überarbeitet und komplett neu getextet. Band 1 und 3 bekamen später auch neue Titel.


Episodenliste:

Lagerung:    Schlafzimmer    Regalschrank beim Lichtschalter

00. Das große Talent (derzeit nur als PDF Format bei mir vorhanden)
01. Kai bleibt am Ball (Neutitel: Kai und die Pablitos)
02. Das Rückspiel
03. Kai geht aufs Ganze (Neutitel: Ein harter Schlag)
04. Der Torjäger
05. Der Mann von der Tribüne F
06. Pablitos Geheimnis
07. Die Nacht von Tibidabo
08. Eine wichtige Entscheidung
09. Die ersten 5 Minuten
10. Eine gefährliche Wette
11. Der Plan des Argentiniers
12. Das Haus des Kormorans
13. Verschollen in der Wüste
14. Das fünfte Tor für Lille
15. Der geflügelte Spion


Mein Lesestand: komplett gelesen (ausser Band 0)