Luc Orient, dessen Freundin Yvonne sowie Professor Hugo Kala sind Mitarbeiter der fiktiven paneuropäischen Wissenschaftsbehörde Eurokristall, wobei Kala die Rolle des genialen Wissenschaftlers, Orient als namensgebende Hauptfigur der Serie die des impulsiven Tatmenschen und Yvonne die einer eher aufmerksam-aufpassend im Hintergrund mitdenkenden Mitarbeiterin einnimmt. Die Serie erinnert zu Beginn noch etwas an Flash Gordon, entwickelt dann jedoch rasch an Eigenständigkeit. Die Abenteuer spielen größtenteils auf der Erde, aber auch häufig auf den fiktiven Planeten Terango bzw. Robak. Neben genretypischen Wesen wie mutierten Tieren bzw. exotischen Monstern sind häufig wiederkehrende Antagonisten Orients der terangische Diktator Sectan sowie der geniale, aber bösartige irdische Wissenschaftler Doktor Argos.
Luc Orient ist ein weiterer Klassiker aus der "ZACK" - Zeit der 70er Jahre in Deutschland.
Luc Orient
Yvonne Jordan (in der deutschen Fassung zuerst Lore (Koralle-Verlag), dann Lora Jordan)
Professor Doktor Hugo J. Kala
Toba (1 - 3 ; 4 - 5 ; 10)
Doktor Julien Argos (1 - 2 ; 5 ; 14 - 15)
Galax-Ahj (2 - 5 ; 16)
Lec Joj (2 - 5)
Robert 'Bob' Cernot (12 - 15)
Marquis Barthèlemy 'Barth' de Tarle (12 - 15)
Gaspard Dpnnedieu (12 - 15)
Tiberius (12 - 15)
Sertprius (12 - 14)
Arsko (12 - 15)
Shurkan (13 - 15)
Sectan (3 - 5)
Zeichnungen: Eddy Paape
Texte: Greg
Quelle: Das meist von Wikipedia, einige Passagen von Ralf H.s Homepage
In den ersten Alben ist diese Reihe sehr stark an den Klassiker "Flash Gordon" angelehnt, auch was die Charakterzüge der drei hauptprotagonisten angeht, doch später geht die Serie eigene Wege. In der französischen Wikipedia Eintragseite wird Brick Bradford als Inspirationsqulle angegeben (Luc = Brick Bradford, Kala = Professor Horatio Southern, Lora = April Southern). Da Bradford zwar vor Flash Gordon gestartet wurde (21.08.33 - Flash Gordon: 07.01.34), aber stark von der besseren Raymond-Serie beeinflusst wurde, bleibt es letztlich gleichgültig, ob Luc Orient von Bradford oder direkt von Flash Gordon beeinflusst wurde.
Luc Orient erschien ab 1967 in Fortsetzungen in Tintin. Die Serie war damals eine von vielen, die unter dem damaligen Herausgeber Greg gestartet wurden, um das Magazin einem Facelifting zu
unterziehen. Ab 1969 wurden die Geschichten bei Editions du Lombard in Albenform veröffentlicht.
Bis zu Album 13 erschienen regelmäßig ein bis zwei Ausgaben pro Jahr, die späteren Geschichten erschienen unregelmäßig. Nummer 16 wurde von Paape selbst geschrieben, Nummer 17 ist eine Sammlung
zuvor veröffentlichter Kurzgeschichten, 1994 erschien mit Nummer 18 die bislang letzte Folge. Es existiert noch ein achtseitiges Fragment einer nach Gregs Tod unvollendet gebliebenen Geschichte
mit dem Titel Die Mauer (Le mur).
Sein Deutschland-Debüt gab Luc Orient im Magazin MV-Comix des Ehapa-Verlags, wo unter dem Titel Dr. Nirgendwo lediglich die Kurzgeschichte Les spores de nulle part in Nr. 25/1970 zum Abdruck kam.
Anschließend erschien die Serie bei Koralle in Fortsetzungen in Zack und dessen Ablegern (1972–1979), einige Geschichten auch in Albenform (Zack Comic Box). Im Carlsen Verlag und im Bastei-Verlag
erschienen dann die Alben 1 bis 13 in chronologischer Reihenfolge. Der Bastei-Verlag stattete die Bände für den Kioskverkauf mit neuen Titeln und Titelbildern eines anderen Zeichners aus. Die
Bände 14 bis 17 erschienen beim Norbert Hethke Verlag, die Nummer 18 schließlich bei Salleck bzw. beim Verlag Mosaik Steinchen für Steinchen, bei dem auch das Fragment im Rahmen eines
Zack-Sonderheftes veröffentlicht wurde. Bei den Veröffentlichungen im Bastei- und Hethke-Verlag wurde Lora in Yvonne umbenannt.
Von 2011 bis 2012 erschien eine Gesamtausgabe im Rahmen der Ehapa Comic-Collection mit 5 Bänden.
Seit 2019 erfolgt eine Neuauflage der Einzelalben im All Verlag in neuer Koloration und Übersetzung. Das Lettering ist dem französischen Original des Zeichners nachempfunden.
Der BASTEI Verlag veröffentlichte in den 80er Jahren die ersten 13 Alben in chronologischer Reihenfolge, stattete sie jedoch größtenteils mit anderen Titel aus. Ich besitze jene Bastei-Reihe komplett, den Rest von Hethke und vom Salleck Verlag. Hier noch eine Übersicht der verschiedenen Titel:
Wikipedia hat eine leicht veränderte Übersicht, teils mit Titeln, die in der vorigen fehlen und teils fehlen auch hier Titel, deswegen habe ich beide Übersichten gepostet - damit alles komplett ist.
Comic-Cover aus dem BASTEI - Verlag (1-13) Dort hatte die Serie noch den Beititel "Der Sohn des blauen Planeten".
Comic Cover aus dme ALL Verlag (1-14), 15-17 aus dem Hethke Verlag, Band 18 aus dem Salleck-Verlag und Band 19, von dme nur die ersten 8 Seiten existieren war eine Sonderherausgabe aus ZACK.
Der Carlsen - Verlag hatte teils weitere Titeländerungen vorgenommen. Hier die Abbildungen von den differenzierten Titel:
Carlsen Verlag
01. Die Feuerdrachen
02. Die gefroreren Sonnen
03. Gefahr aus dem All
04. Der Planet der Angst
05. Der stählerne Wald
06. Phantome des Lichts
07. Der Krater des Verderbens
08. Im Bann der teuflischen Strahlen
09. Die letzten 24 Stunden der Erde
10. In den Fängen der Ameisenmenschen
11. Sprung in die Vergangenheit
12. Das Kristalltor
13. Der Amboss des Blitzes
Hethke Verlag
14. Das Ufer des Schreckens
15. Robak, letzte Hoffnung
16. Caragal
17. Die Sporen aus dem Nichts
Salleck Verlag
18. Reise in die Hölle
Zack - Mosaik-Sonderheft 3
19. Die Mauer
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